Anreise nach Warschau

Polen mit seinen malerischen Landschaften und pulsierenden Städten ist längst als Reiseland entdeckt worden. Ein erstklassiges Angebot an Hotels und Restaurants sowie eine gut ausgebaute Infrastruktur erleichtern das Reisen in Deutschlands östlichem EU-Nachbarn. Allerdings gibt es einige Dinge zu bedenken, wenn man in Polen unterwegs ist.

Polen ist EU-Mitglied und Mitglied im Schengen-Raum. Daher gibt es an den Grenzübergängen keine Passkontrollen. Allerdings sollte man dennoch immer einen gültigen Personalausweis mitführen, denn Stichproben sind weiterhin möglich. In Polen wird mit Zloty bezahlt. Derzeit entspricht 1 Euro 4,15 Zloty (November 2012). Vor Ort kann man in Wechselstuben und Banken Geld umtauschen. Günstiger sind zumeist der Umtausch bei der heimischen Bank oder das direkte Geldabheben mit der EC-Karte. Die Anreise nach Warschau mit der Bahn ist günstig, nimmt aber einige Zeit in Anspruch, von Frankfurt am Main aus etwa 10 Stunden. Innerhalb Polens ist die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel vergleichsweise günstig. Während die Anreise mit dem Flugzeug deutlich schneller ist, ist man mit dem Auto in Polen am flexibelsten unterwegs. Zu beachten ist allerdings, dass man in Polen, wenn Halter und Fahrer eines Fahrzeugs nicht identisch sind, eine Haltererlaubnis benötigt.

Um die medizinische Versorgung im Ernstfall in Polen sicherzustellen, benötigt man eine Europäische Versichertenkarte, die von jeder Krankenkasse ausgegeben wird. Im Übrigen sollte man an den üblichen medizinischen Bedarf denken, den man auf Reisen benötigt. Wie bei allen Reisen ist es für Diabetiker grundsätzlich empfehlenswert, Diabetis Messgerät, Teststreifen und Versorgungsutensilien in doppelter Ausführung mitzunehmen und diese getrennt aufzubewahren. Ausserdem sollte ein internationaler Diabetiker Ausweis mitgeführt werden. Bahnhöfe und U-Bahnen sind in Warschau gut auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern eingestellt. Das gilt allerdings für andere Verkehrsmittel nicht durchweg, weshalb man sich vorab informieren sollte. Wer in Polen mit dem Auto unterwegs ist, sollte seinen Auslandsschutzbrief der Kfz-Versicherung mitnehmen.

Mit Deutsch und Englisch kommen kommunikationsfreudige Menschen in Polen recht gut zurecht. Die Aneignung einiger wichtiger Vokabeln der polnischen Sprache kann aber nicht schaden. In Polen ist es üblich, 10 bis 15 Prozent Trinkgeld auf die Verzehrsumme zu geben.